Ausstellung

An die Mitglieder, Unterstützer und Freunde des ROSENAK-HAUS e.V

Sehr geehrte Damen und Herren,

zur Eröffnung der Daueraustellung im Untergeschoss des Rosenak-Hauses und der ehemaligen Synagoge in der Kolpingstraße im Schnoor möchten wir Sie

am Donnerstag, den 22. September 2011 um 18:30 Uhr

herzlich einladen.

Wir freuen uns sehr, dass unsere Aktivitäten zum Erhalt des Rosenak-Hauses und zur Gestaltung einer Erinnerungsstätte an diesem historischen Ort erfolgreich gewesen sind.

Im Rahmen der Ausstellung präsentiert die Künstlerin Elianna Renner, die 2009 den Bremer Förderpreis für Bildende Kunst erhalten hat, eine Ton- und Video-Installation.

Es sprechen:

Dr. Dieter Fricke für den Vorstand
Dr. Michael Rüppel, Beirat Mitte

Für ihre Unterstützung danken wir der Stiftung Wohnliche Stadt, der Waldemar-Koch-Stiftung,
der Stiftung Die Schwelle,
dem Beirat Mitte,
der Bremer Landesbank
sowie Arbeit und Leben Bremen e.V.


An zwei Tagen in der Woche ist die Ausstellung in den Kellerräumen des Rosenak-Hauses regelmäßig geöffnet:
Donnerstags: 15.00 - 18.00 Uhr
Samstags: 12.00 - 16.00 Uhr

Führungen durch die Ausstellungen im Keller des Rosenak-Hauses und im ehemaligen Synagogenkeller können vereinbart werden, auch in Verbindung mit einer Exkursion von ca. 30 Minuten zum Thema "Jüdische Orte in der Innenstadt".

Kontaktadresse: Rosenak-Haus@t-online.de




Rede zur Ausstellungseröffnung am 22. September 2011, Rosenak-Haus Bremen von

Dr. Dieter Fricke, Historiker, Mitglied im Vorstand des Vereins Rosenak-Haus e.V.

Meine sehr verehrten Damen und Herren,

für den Verein Rosenak-Haus darf ich Sie sehr herzlich an diesem historischen Ort begrüßen, wir freuen uns, dass so viele Menschen gekommen sind und uns dadurch zeigen, dass Sie gespannt sind, was inzwischen in diesem Gewölbe, dass ja einst der Keller der von den Nazis in der Reichspogromnacht niedergebrannten Synagoge bzw. der Keller des ehemaligen Gemeindehauses war, inzwischen entstanden ist..

Als wir in diesem Haus vor vier Jahren den Verein gegründet haben, war es unser erstes Ziel, diese Räume als Denk- und Erinnerungsort für die Bremerinnen und Bremer zu erhalten. Das ist zunächst einmal gelungen und darauf sind wir ein wenig stolz. Einige Ausstellungen konnten wir hier schon zeigen, so eine spannende Aufarbeitung der Geschichte des „Antisemitismus in der DDR“ und die „Feldrabbiner-Ausstellung“, die von jüdischen Schicksalen im Ersten Weltkrieg erzählte. „Menschen im Viertel“ war die erste Ausstellung mit direktem Bremen-Bezug. Übrigens war auch das ein eindrucksvolles Ergebnis der vielen Projekte, die der Verein Rosenak-Haus mit Bremer Schülerinnen und Schülern inzwischen auf die Beine gestellt hat.

In diesen vier Jahren haben wir viel Unterstützung erfahren aber auch viele Niederlagen erlitten und im Moment blicken wir in eine mehr als ungewisse Zukunft. Vielleicht ist es ganz gut, dass man am Anfang eines solchen Projektes gar nicht ahnt, wie viele Probleme – nicht nur finanzieller Art - dabei entstehen können, sonst würde man wahrscheinlich von vornherein verzagen und sich einer solchen Aufgabe gar nicht erst stellen. Und so ist es auch für mich ganz persönlich ein kleiner Triumph, dass wir Ihnen heute endlich eine sicht- und erfahrbare Ausstellung zur Geschichte des Hauses und zur Geschichte jüdischer Bremerinnen und Bremer präsentieren können. Diese Erinnerungsstätte soll nun endlich wieder untergegangenes jüdisches Leben ins kollektive Gedächtnis der Stadt rufen. Bilder, Biographien, Medienstation und Hörstation sollen das Geschehen illustrieren.

Der Anfang ist also gemacht! Aber eben nur ein Anfang, die Arbeit an und in dieser für die Stadtgeschichte durchaus wichtigen Erinnerungsstätte muss natürlich weitergeführt werden.

Als die Arbeit des Vereins vor einigen Wochen – wieder einmal, muss ich leider sagen - vor dem finanziellen Aus stand, haben wir uns mit einem Aufruf an die Bremer Politik gewandt. Spontan haben daraufhin einige Abgeordnete der CDU-Bürgerschaftsfraktion privat in die Taschen gegriffen und so versucht, unsere Arbeit zumindest bis zum Jahresende abzusichern.

Ich freue mich daher an dieser Stelle ganz besonders, dass Heiko Strohmann, der Stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Bremer Christdemokraten, heute zu unserer Eröffnung gekommen ist: Herzlich willkommen, lieber Heiko!

Das war ausgesprochen großzügig und dafür sind wir sehr, sehr dankbar. Aber auch dieses beispielhafte Engagement wird die Arbeit unseres Vereins nicht auf Dauer auf ein sicheres Fundament stellen, der Blick in die Zukunft macht uns daher ziemlich ratlos. Was uns fehlt, ist eine langfristige Perspektive, ohne die das Projekt scheitern wird! Hier ist eindeutig die Bremer Politik gefragt!

Trotz aller Sorgen freuen wir uns aber, dass wir heute erste Ergebnisse vorweisen können. Und ganz besonders freuen wir uns, dass die Künstlerin Elianna Renner, die 2009 den Bremer Förderpreis für Bildende Kunst erhalten hat, ganz speziell für diesen historischen Ort eine Ton- und Video-Installation geschaffen hat, zu der Sie Ihnen gleich noch eine kurze Einführung geben wird. Darauf bin ich schon sehr neugierig.

Noch einmal ganz herzlich willkommen und vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.


„Feldrabbiner in den deutschen

Streitkräften des Ersten Weltkrieges“

Do 20.Januar bis Do 10.Februar 2011
Mo,Di,Do 10-13 und 16-18 Uhr
Sa 11-14 Uhr
und nach Absprache


Zur Ausstellungseröffnung
Do 20.Januar 2011, 19.30 Uhr

Vortrag Sonja Sawitzki

„Biografische Erkundungen zu Dr. Leopold Rosenak“

Do 10. Februar 2011, 19.30 Uhr

Vortrag Dr. Peter F. Zimmermann

„Für Volk und Vaterland - jüdische Soldaten im Ersten Weltkrieg und ihr vergeblicher Kampf um Anerkennung“

09.11. - 24.11.2010

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Ausstellung

Jüdische Menschen aus dem Viertel

Ein Schulprojekt des Vereins ROSENAK-HAUS e.V. in Zusammenarbeit mit der Gesamtschule Mitte

Im Herbst des Jahres 2010 begann der Verein ROSENAK-HAUS e.V. - gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der Klasse 10.1. von der Gesamtschule Mitte, Brokstraße - einzelne Biografien jüdischer Menschen aus dem Viertel zu rekonstruieren. Besonderes Interesse galt dabei der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur 1933 - 45. Basierend auf den Daten des Erinnerungsbuchs für die als Juden verfolgten Einwohner Bremens, Auszügen aus Entschädigungsakten aus dem Staatsarchiv Bremen sowie anderer Sachliteratur begannen die Schülerinnen und Schüler die Arbeit an 10 Biografien. Die Ergebnisse der intensiven Recherche über jüdische Bremer, die im Viertel wohnten, sind zu sehen auf 11 Ausstellungsplakaten.

vom 09. 11. 2010 - 24. 11. 2010
im ROSENAK-HAUS Kolpingstraße 7.

Öffnungszeiten:

Ausstellungseröffnung am 09.11.2010 um 12 Uhr

nach dem Ende der Veranstaltung am Gedenkstein Am Landherrenamt
Montags, Dienstags und Freitags von 10 - 13 Uhr
sowie auf Anfrage.

Pdf-Info: hier

/ Ausstellung

Ausstellung

Antisemitismus in der DDR

eine Ausstellung

vom 2. Mai bis zum 28. Mai im Rosenak - Haus, Kolpingstraße 7

/ Ausstellung

Die temporäre Ausstellung ›Chai! – Lebe!‹
der Landeszentrale für politische Bildung aus dem Jahr 2003

2003 wurde die Jüdische Gemeinde im Lande Bremen 200 Jahre alt
Anlass für die Bürger Bremens und Bremerhavens, sich der wechselvollen Geschichte zu erinnern und die aktuelle Stellung der Gemeinde im sozialen und kulturellen Leben des Landes zu reflektieren. Die Landeszentrale für politische Bildung und der Verein ›Erinnern für die Zukunft‹ – unterstützt vom Senator für Kultur und vielen Organisationen – boten ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm zum Jubiläum an. Im Mittelpunkt stand die Ausstellung ›Chai! – Lebe!‹, die sich hauptsächlich mit der Geschichte der Gemeinde seit 1945 befasste. Ziel war nicht eine lückenlose Chronologie, sondern eine Darstellung der wesentlichen Wendepunkte der Gemeindeentwicklung nach der Shoah und des religiösen und kulturellen Lebens der Gemeinde heute. Wegen der Nachfragen vieler, die die Ausstellung nicht besuchen konnten oder die Texte noch einmal in Ruhe lesen wollten, haben die Veranstalter eine Internetversion hergestellt. Sie dokumentiert – nur um Schreibfehler bereinigt – die Ausstellung und damit den Erkenntnisstand vom Sommer 2003. Interessierten steht auch eine CD-Rom-Version zur Verfügung. Eine aktualisierte und ergänzte Buchausgabe soll Ende 2004 in der Reihe ›Erinnern für die Zukunft‹ im Verlag ›edition temmen‹ erscheinen. Kritik und Anregungen sind willkommen.


Schülerinnen und Schüler auf den Spuren jüdischer Geschichte(n) in Bremen:
Zur Rekonstruktion der Geschichte des ehemaligen jüdischen Gemeindehauses


Ende des Jah­res 2007 star­te­te der Ver­ein „Ro­senak-​Haus e.V.“ ein Schul­pro­jekt, um vor­wie­gend an­hand von bio­gra­fi­schen Zu­gän­gen das Leben der Is­rae­li­ti­schen Ge­mein­de Bre­men ge­mein­sam mit Schü­le­rin­nen und Schü­lern zu er­for­schen. Ziel war es eine Aus­stel­lung zu er­ar­bei­ten, die die The­men der ein­zel­nen Grup­pen wi­der­spie­geln und die die Schü­le­rin­nen und Schü­ler selbst­stän­dig er­ar­bei­ten soll­ten.

Mit­ge­ar­bei­tet haben an die­sem Pro­jekt:
die 7 c der IS Hel­go­lan­der­stra­ße mit den Leh­rern Inge Brü­cker-​Götz und Mi­cha­el Roh­den­burg
die 8 b des Her­mann-​Bö­se-​Gym­na­si­ums mit dem Leh­rer Kai Sö­ther
die Ge­schichts­werk­statt des 11. Jahr­gangs der Gym­na­sia­len Ober­stu­fe der IS am Leib­niz­platz
und Schü­le­rin­nen und Schü­lern des 12. Jahr­gangs der Gym­na­sia­len Ober­stu­fe der IS am Leib­niz­platz

Die ein­zel­nen The­men der Grup­pen waren: Bio­gra­fi­en von Kin­dern; Aus­wan­de­rung;
An­ti­se­mi­tis­mus; Sport­ver­ei­ne; In­ter­views mit Zeit­zeu­gen.

An­hand einer vor­be­rei­te­ten Ar­beits­map­pe und des Be­su­ches au­ßer­schu­li­scher Lern­or­te, er­ar­bei­te­ten die Schü­le­rin­nen und Schü­ler die The­men mit Hilfe der Pro­jekt­mit­ar­bei­te­rin­nen. Hier­für war eine Ein­füh­rung in die Be­nut­zung des Staats­ar­chivs eben­so wich­tig, wie das Be­ar­bei­ten der vor­han­de­nen Pri­mär­quel­len (wie z.B. dem Ge­mein­de­blatt) und dem Aus­wer­ten der ein­schlä­gi­gen Li­te­ra­tur.

Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler fo­to­gra­fier­ten au­ßer­dem ehe­ma­li­ge Wohn­or­te. Sie er­forsch­ten Fa­mi­li­en­zu­sam­men­hän­ge, die in der Er­stel­lung von Stamm­bäu­men ihren Aus­druck fan­den und schrie­ben Brie­fe an Über­le­ben­de. Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler be­such­ten die Syn­ago­ge der jü­di­schen Ge­mein­de in Schwach­hau­sen, wo.sie mit heute in Bre­men woh­nen­den Juden ins Ge­spräch kamen.


Ins­be­son­de­re konn­ten ei­ni­ge Schü­le­rin­nen und Schü­ler den Zeit­zeu­gen Her­bert Gold­schmidt meh­re­re Tage in Bre­men be­glei­ten. Er be­such­te das ehe­ma­li­ge Ge­mein­de­haus – das Ro­senak-​Haus. Dort er­in­ner­te er sich an seine Zeit in der Re­li­gi­ons­schu­le und an den Teil sei­ner Fa­mi­lie, der die Reichs­po­grom­nacht un­mit­tel­bar in der be­nach­bar­ten ehe­ma­li­gen Syn­ago­ge er­leb­te. Den Be­such von Her­bert Gold­schmidt do­ku­men­tiert ein Film, den die Ge­schichts­werk­statt der Gym­na­sia­len Ober­stu­fe der IS am Leib­niz­platz er­stell­te.

Die 7 c der Hel­go­lan­der­stra­ße über­nahm im Zuge des Pro­jek­tes die Pa­ten­schaft für
einen Ge­denk­stein in Walle, der an Her­bert Gold­schmidts Cou­sin Man­fred Po­se­ner
er­in­nert.

Die 8 b be­such­te ge­mein­sam mit der 7. Klas­se das Aus­wan­der­er­haus in Bre­mer­ha­ven und re­cher­chier­ten in den dort vor­han­de­nen Da­ten­ban­ken. Ihr Ziel war es dar­zu­stel­len, unter wel­chen Be­din­gun­gen die Men­schen aus Deutsch­land flie­hen muss­ten.

Ent­stan­den sind so ein­zel­ne Aus­stel­lungs­pla­ka­te, die die Er­geb­nis­se der Schü­le­rin­nen und Schü­ler prä­sen­tie­ren.

Das An­lie­gen des Ver­eins „Ro­senak-​Haus e.V.“ ist es die Ge­schich­te der ehe­ma­li­gen jü­di­schen Bre­mer nicht in Ver­ges­sen­heit ge­ra­ten  zu las­sen. Unter dem Motto: er­in­nern-​auf­klä­ren-​be­geg­nen soll Ge­schichts­ver­mitt­lung an au­then­ti­schem Ort er­mög­licht wer­den.

Pro­jekt­lei­tung: Ca­ro­la Krü­ger und Sonja Sa­witz­ki
Mit­ar­bei­ter: Julia Gi­wer­zew, Lutz-​Mi­cha­el Linke, Jean­net­te Meyer
Ko­ope­ra­ti­on: Dr. Bar­ba­ra Johr/Pro­jekt Stol­per­stei­ne

Ge­för­dert durch: Leo Baeck Pro­gramm „Jü­di­sches Leben in Deutsch­land“ und Lo­ka­ler Ak­ti­ons­plan „Viel­falt Bre­men“


Ein Filmbericht bei "Buten und Binnen" über das Projekt


Filmbeitrag zu dem Besuch von H. Goldschmidt


Download des Projektes als PDF